Rückzug aus dem Römer

Ditfurth sieht sich von CDU und Grünen gemobbt

Die einstige Grünen-Frontfrau Jutta Ditfurth hat ihr Abgeordnetenmandat im Frankfurter Stadtparlament für die "ÖkoLinX-Antirassistische Liste" niedergelegt. Die 56-Jährige begründete ihren Schritt am 26. Mai damit, dass sie von den anderen Fraktionen gemobbt werde. Vor allem CDU und Grüne hätten dafür gesorgt, dass sie keine Zuschüsse für Büro- und Personalkosten mehr erhalte und ihre Redezeit stark eingeschränkt worden sei.

Als einzige Abgeordnete von "ÖkoLinX" saß Ditfurth seit 2001 im Römer. Bundesweit bekanntgeworden war sie in den 1980er Jahren als Mitbegründerin und Bundesvorsitzende der Grünen. Nach politischen Differenzen innerhalb der Partei war sie 1991 aus der Partei ausgetreten. Seitdem äußerte sie immer wieder deutliche Kritik an der Entwicklung der Grünen.

Ditfurth schloss am 26. Mai nicht aus, bei der Kommunalwahl 2011 noch einmal für das Frankfurter Stadtparlament zu kandidieren. "Ein Schritt zurück kann auch ein Anlauf sein", sagte die 56-Jährige. Ditfurths Abgeordnetenmandat soll jetzt ihr Mitstreiter Manfred Zieran übernehmen.

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