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Private Krankenkassen dementieren Bericht über Radikalumbau

Allianz, Axa & Ergo

Einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge ist in der Versicherungswirtschaft ein heftiger Streit über die Zukunft der privaten Krankenversicherung entbrannt. Die Konzerne Allianz, Axa und Ergo plädierten für die Einführung einer Einheitsversicherung mit Grundschutz für alle Einwohner. Diese Vorschläge gehen der Zeitung zufolge aus einem Arbeitspapier hervor, das im Auftrag des Präsidiums des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erstellt wurde. Der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) hat dies dementiert. Kein Mitglied des Verbandes "dringt auf einen Radikalumbau des Gesundheitswesens oder will gar die private Krankenversicherung in ihrer jetzigen Form abschaffen", behaupete der PKV-Vorsitzende Reinhold Schulte am Dienstag (10. Juni) in Berlin.

Dem Zeitungsbericht zufolge würden die Krankenversicherer künftig Einheitsprämien berechnen, unabhängig von Alter und Geschlecht. Die Grundsicherung wäre für alle verpflichtend, schreibt die Zeitung weiter. Alle Anbieter müssten jeden Versicherten akzeptieren, für Kinder würde der Staat die Beiträge zahlen. Daneben würden die privaten Kassen Zusatzversicherungen für Leistungen anbieten, die der Grundtarif nicht abdeckt.

Schulte sagte, nach Kenntnis des PKV-Verbandes liege kein "verabschiedetes" GDV-Papier zur Zukunft der Sozialsysteme vor. Allerdings: "Interne und nicht offizielle Arbeitspapiere können und wollen wir nicht kommentieren."

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