Festnahme
Angeblich versuchter Schmuggel von Raketentechnologie in den Iran
Dem 62-Jährigen wird vorgeworfen, im Zeitraum von Mai 2007 bis Juni 2008 trotz des Iran-Embargos ein "Umgehungsgeschäft" organisiert zu haben. Dabei habe er mit einem türkischen Geschäftspartner die Ausfuhr "proliferationsrelevanter Ware" in den Iran verabredet, und zwar an einen in der Iran-Embargo-Verordnung gelisteten Empfänger. Die Lieferung des "zum Raketenbau nutzbaren Materials" habe durch die Festnahme verhindert werden können. Unter Proliferation versteht man die Weitergabe von Massenvernichtungswaffen oder ihren Trägersystemen wie Raketen.
Die Festnahme erfolgte bereits am Freitag durch Beamte des Zollkriminalamtes. Der Beschuldigte wurde noch am selben Abend dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofes (BGH) vorgeführt, der auf Antrag der Bundesanwaltschaft Haftbefehl erließ. Weitere Auskünfte könnten derzeit nicht erteilt werden, hieß es weiter.
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