"Andere Partner"

Grüne wollen SPD-Chef Beck wegmobben

Jetzt steigen die Grünen in die massive Medienkampagne gegen SPD-Chef Kurt Beck ein. Bütikofers möglicher Nachfolger Volker Ratzmann sagte der "Financial Times Deutschland": "Die SPD bietet ein desolates und erschreckendes Bild." Das Führungsproblem von SPD-Chef Kurt Beck sei offensichtlich und solle schnell gelöst werden. Die Sozialdemokratie sei als politische Kraft kaum noch richtig wahrzunehmen, so Ratzmann. Deshalb müsse bei den Grünen ausgelotet werden, wo mit anderen Partnern zusammengearbeitet werden könne. Auch aus der Fraktionsspitze der Grünen hagelte es Kritik am SPD-Chef.

Fraktionsvizechefin Bärbel Höhn sagte: "Mit großer Sorge sehen wir, wie Kurt Beck jedes Fettnäpfchen mitnimmt." Es bedürfe schnellstens einer Überwindung der inneren Führungsschwäche der SPD, so Höhn. Die Grünen seien aber nicht die Sozialarbeiter der SPD, höhnte die ehemalige nordrhein-westfälische Umweltministerin.

Grünen-Parteichef Reinhard Bütikofer sorgt sich angesichts der schlechten Umfragewerte der SPD im Zuge der laufenden Medienkampagne um eine mögliche Regierungsbeteiligung der Grünen. "Wenn selbst rechnerisch keine Ampelkoalition möglich ist, kann uns das nicht egal sein", so Bütikofer. Die Schwäche der SPD verenge den Handlungsspielraum der Grünen.

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