"Atomdeponien saufen ab"
Bundesweite Demonstration in Gorleben angekündigt
Der Aktion in Gorleben soll eine Aufklärungskampagne "über die ungelöste Atommüllentsorgung und über die Mär vom billigen und angeblich sauberen Atomstrom" vorangehen, sagte ein Sprecher der Bürgerinitiative. So werde die Initiative auf der Internationalen Konferenz zur Endlagerung von atomaren Abfällen vom 30. Oktober bis 1. November 2008 in Berlin ihre Argumente vorbringen.
"Das aktuelle politische Trommelfeuer für die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke ist angesichts dieses Atommülldilemmas eine Provokation", meinen die Atomkraftgegner aus dem Wendland. Zuletzt habe CSU-Chef Erwin Huber angekündigt, nach einem Wahlsieg im Jahr 2009 nicht nur "den so genannten Atomkonsens" aufzukündigen, sondern auch die Arbeiten im "besten geeigneten Salzstock" Gorleben sofort wieder aufnehmen zu lassen.
Gorleben sei aus fachlich-geologischer Sicht schon lange gescheitert, meint die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow- Dannenberg. Eine alternative Endlagersuche scheitere seit Jahren an der Finanzierung. Die Stromkonzerne würden über die Endlagervorausleistungsverordnung lediglich für die beiden Standorte Schacht Konrad und Gorleben zur Kasse gebeten und diktierten den Parteien das Vorgehen bei der Endlagersuche. "Herr Huber handelt nun nach dem Sankt Floriansprinzip, eine vergleichende Endlagersuche, die möglicherweise auch bayrische Standorte einschließen müsste, weist er natürlich weit von sich", spötteln die Atomkraftgegner aus dem Norden. "Wenn es aber um Extraprofite für die Stromkonzerne geht, lehnen sich die Befürworter weit zum Fenster heraus."
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Am 14. Jul. 2008 unter:
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