Baggerarbeiten

Elbvertiefung führt offenbar zu Verschlickung im Watt

Die in diesem Jahr im Wattenmeer vor Cuxhaven aufgetauchten Schlickfelder sind offenbar auf die Elbvertiefung zurückzuführen. In einer ersten Beurteilung komme die Forschungsstelle Küste des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zur Einschätzung, dass der Schlick offensichtlich auf die Baggerarbeiten in der Elbe zurückgeht, sagte Cuxhavens Oberbürgermeister Arno Stabbert (CDU). Die Indizien sprächen eindeutig für diese These. Die Forschungsstelle habe empfohlen, eine wissenschaftliche Langzeituntersuchung in Auftrag zu geben, sagte Stabbert.

Die Stadt Cuxhaven hatte die Forschungsstelle Küste gebeten, die Ursache der ungewöhnlich dicken und großflächigen Sedimentschicht zu überprüfen. Stabbert sagte, das Watt verändere sich zwar ständig und es gebe auch immer das Phänomen der Verschlickung, aber in diesem Umfang sei sie vor Cuxhaven noch nie aufgetreten.

Nach Angaben von Stabbert wurden die aus der Elbe ausgebaggerten Millionen Kubikmeter Sedimente vor Cuxhaven in der Nordsee verklappt. Dazu käme die Entnahme des Hafenschlicks in Höhe der Köhlbrandbrücke, der vor Helgoland verklappt wurde. Die Sedimente würden im Watt wieder angespült. Das traditionelle Duhner Wattrennen am Sonntag hatte wegen der Schlickfelder rund 20 Meter weiter ins Watt verlegt werden müssen.

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