" Leiche noch nicht gefunden"

Bayerische Afghanistan-Geisel Harald K. laut Geheimdienst angeblich tot

Der vor gut sechs Monaten in Afghanistan verschleppte Tischler Harald K. aus Bayern soll tot sein. Laut "Spiegel Online" sollen afghanische Behörden vom Tod der Geisel gesprochen haben. "Ich habe zuverlässige Informationen vom Geheimdienst NDS, dass der Deutsche tot ist", zitiert das Magazin den Chef des Außenamtsbüros von Herat, Homayon Kamgar. "Wir wissen, dass er tot ist, haben aber seine Leiche noch nicht gefunden", so Kamgar. Ein letztes unbestätigtes Lebenszeichen hatten die deutschen Behörden dem Bericht zufolge Anfang Februar 2008 über Mittelsleute erhalten.

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes sagte am Mittwoch (16. Juli), sie wolle den Bericht nicht kommentieren. Der Krisenstab sei "in großer Sorge" um die bayerische Geisel und gehe jedem Hinweis nach.

Der Deutsche, der seit 2003 in Afghanistan lebte, war Ende vergangenen Jahres in der Provinz Herat in Westafghanistan entführt worden. Die Motive der Kidnapper blieben offenbar unklar. K. ist mit einer Afghanin verheiratet und hat nach seiner Konvertierung zum Islam den muslimischen Namen Abdul Rahman angenommen.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!