Grüne, SPD, Linke und FDP für Volksentscheide
Hessen-CDU gegen mehr direkte Demokratie
Um Volksbegehren und Volksentscheide zu erleichtern, muss die Landesverfassung geändert werden. Dazu braucht es die Zustimmung von mehr als der Hälfte der 110 Landtagsabgeordneten. Wie der Marburger Politikwissenschaftler Theo Schiller erläuterte, sind die Hürden für ein Volksbegehren in keinem anderen Bundesland außer dem Saarland so hoch wie in Hessen.
So müsse ein Volksbegehren in Hessen von 20 Prozent der Wahlberechtigten per Unterschrift unterstützt werden, damit es zu einem Volksentscheid kommt. In den meisten anderen Bundesländern liege dieses Quorum nur bei zehn Prozent.
Nach dem Willen der Grünen soll sich Hessen der Zehn-Prozent-Regelung anschließen. Außerdem fordern die Grünen, dass ein Volksbegehren bereits zugelassen wird, wenn ein Prozent der Wahlberechtigten den dafür notwendigen Antrag mitträgt. Bisher liegt diese erste Hürde bei drei Prozent. Auch soll nach dem Willen der Grünen die Zeit, in der die Unterstützer-Unterschriften gesammelt werden müssen, von zwei Wochen auf mindestens drei Monate verlängert werden.
Die bisherigen Hürden sei "unzumutbar hoch", finden die Grünen. Dies sieht auch der bundesweite Verein "Mehr Demokratie" so. Der Vereinsvorsitzende Gerald Häfner sagte, die hessischen Regelungen seien derart bürgerunfreundlich, dass noch kein einziges Volksbegehren im Land zustande gekommen sei.
Politikwissenschaftler Schiller kritisiert, Hessen sei in der Frage von mehr direkter Demokratie bisher bundesweites Schlusslicht. Unverständlich sei, warum sich das Land hier so schwer tue. Eine Erleichterung von Volksbegehren könnte nach Ansicht Schillers dazu beitragen, die Politikverdrossenheit zu reduzieren.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 17. Jul. 2008 unter:
politikStichworte:
« Gesundheitsministerin will Mindestlohn auch für Pflegekräfte
Gelöbnis-Gegner sollen nicht vor Reichstag ziehen »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Nachhaltige Geldanlage - Grünes Geld Berlin
- Griechenlands Insolvenz
- Burnout Symptome erkennen - Checkliste als Hilfe
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
