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Wallraff für Beck als Kanzlerkandidat

"Steinmeier von Wirtschaftskreisen protegiert"

Günter Wallraff als KanzlerkandidatSPD-Chef Kurt Beck hat Unterstützung von unerwarteter Seite bekommen. Der Schriftsteller Günter Wallraff sagte am Dienstag (8. Juli) im Gespräch mit "sueddeutsche.de" er müsse Beck "in Schutz" nehmen, weil der "zum Abschuss freigegeben" worden sei. Wallraff sagte, er ziehe Beck dessen Vize Frank-Walter Steinmeier vor: "Mir ist Beck, was seine sozialen Vorstellungen betrifft, allemal sympathischer als derjenige, der von Wirtschaftskreisen protegiert wird und denen als Kanzlerkandidat allemal willfähriger ist."

Die SPD bezeichnete der Autor, der sich als Wechselwähler mit Sympathien für die Grünen und den linken SPD-Flügel bezeichnet, als "Konkursmasse". Alt-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) sowie die ehemaligen SPD-Bundesminister Wolfgang Clement und Otto Schily hätten die SPD "in den Bankrott geführt". Der Schriftsteller fügte hinzu: "Die drei sind die Totengräber der Sozialdemokratie. Sie haben hohe Werte, die die SPD ausmachten, verraten."

"Gespalten" sei seine Haltung zu Linke-Parteichef Oskar Lafontaine. Er sei mit Lafontaine befreundet gewesen, als dieser sich als Oberbürgermeister von Saarbrücken persönlich sozial stark engagierte. "Heute ist er mir zu sehr Stratege", sagte Wallraff.

Auch für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) findet der Autor Lob und Tadel. An der Kanzlerin gefalle ihm, dass sie im Gegensatz zu Schröder Regimegegner aus China und Russland empfange und ermutige sowie den Dalai Lama gegen heftigen Widerstand getroffen habe. Merkel sei allerdings Vertreterin einer offensiv wirtschaftsliberalen Haltung, "die selbst die schüchternen, aber notwendigen und für jedermann nachvollziehbaren sozialen Vorschläge ihres Parteifreundes Rüttgers diffamiert und abkanzelt."

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