Südossetien
Krieg im ölreichen Kaukasus
Nach Darstellung der vom Westen gestützten georgischen Regierung sollen rund 6000 russische Soldaten in Südossetien einmarschiert sein. Die Stadt Zchinwali gilt als weitgehend von den Russen kontrolliert. Die Regierung in Moskau hat zahlreiche Panzer und anderes schweres Kriegsgerät durch den Roki-Tunnel nach Südossetien verlegt. Ein hochrangiger russischer Diplomat in den USA erklärte indes, sein Land habe "keineswegs" die Absicht, in Georgien einzumarschieren. "Unser Ziel ist es, die georgischen Führer zum Frieden zu zwingen", sagte der Diplomat in der russischen Botschaft in Washington, Alexander Darschijew, dem US-Nachrichtensender CNN.
Vor dem Auswärtigen Amt in Berlin protestierten am Sonntag rund 150 Georgier gegen das militärische Vorgehen Russlands im Kaukasus. Auf Plakaten hieß es unter anderem "Stoppt Russland" und "Lasst Georgien nicht im Stich".
Deutsche Offiziere bei UN-Mission in Georgien von Außenposten abgezogen
Die deutschen Offiziere bei der UN-"Beobachtermission" in Georgien sind nach Angaben des Potsdamer Einsatzführungskommandos bei dem Konflikt im Kaukasus nicht in Gefahr. Die drei Offiziere, drei Militärärzte und sechs Sanitätsfeldwebel hätten sich von ihren Außenposten in ihre Quartiere zurückgezogen. Ihre vollständige Evakuierung sei nicht geplant, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos am Montag.
Zu der UN-Abordnung gehören auch drei deutsche Polizisten. Die Bundeswehrsoldaten sind in der abtrünnigen georgischen Provinz Abchasien eingesetzt.
Die deutschen Offiziere und Unteroffiziere gehören zu den rund 300 internationalen UNOMIG-Kräften, die die Durchsetzung des Waffenstillstandsabkommens vom 14. Mai 1994 zwischen Georgien und der abchasischen Regierung sicherstellen sollen. Die Sicherheit der deutschen Soldaten sei gewährleistet, hieß es.
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