Ex-Salzbergwerk Maria Glück

Lauge aus Atommüll-Lager Asse sorgt für Unruhe im Kreis Celle

Die Versenkung von Lauge aus dem Atommülllager Asse II bei Wolfenbüttel in dem früheren Salzbergwerk Maria Glück erhitzt die Gemüter im Kreis Celle. "Uns war dieser Vorgang bisher gänzlich unbekannt", sagte Landrat Klaus Wiswe am Mittwoch (13. August). Das Land Niedersachsen habe den Kreis nicht informiert. Er erwarte, dass man nun schnell und umfassend informiert werde. "Wir müssen absolut sicher sein, dass von den in das Bergwerk eingebrachten Stoffen keine Gefahren ausgehen", sagte Wiswe. "Die Leute haben Angst, sie wollen Informationen haben", sagte der Bürgermeister der Samtgemeinde Eschede, Günter Berg, auf Anfrage. Zur Samtgemeinde gehört die Ortschaft Höfer, auf deren Gebiet die Grube Maria Glück liegt.

Gemeindevertreter aus dem Kreis Celle baten wegen der Unruhe in der Region am Mittwoch um ein Gespräch mit Vertretern des Umweltministeriums.

Am Dienstag war bekanntgeworden, dass Lauge aus der Asse in das Bergwerk Maria Glück transportiert worden war. Nach Darstellung des Asse-Betreibers Helmholtz-Zentrum München und des niedersächsischen Umweltministeriums lag die radioaktive Belastung unterhalb der zulässigen Grenzwerte.

Nach Angaben des niedersächsischen Umweltministeriums wurde Lauge aus der Asse von 2005 bis Mitte des Jahres 2006 in das Bergwerk Hope im Kreis Soltau-Fallingbostel gebracht. Erst danach begannen die Transporte in die Grube Maria Glück. Das stillgelegte Salzbergwerk war in den 70er Jahren als Endlager für hochradioaktiven Atommüll im Gespräch.

Der Celler Kreisrat Gerald Höhl betonte am Mittwoch, der Landkreis sei für die Genehmigung der Transporte nicht zuständig gewesen: "Wir wussten von der ganzen Sache nichts". Für die Erlaubnis solcher Einleitungen sei das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie zuständig.

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