Uhren, Schränke und "schmutzige" Atombomben

Illegaler Import von radioaktivem Material befürchtet

Deutsche Behörden befürchten laut einem Medienbericht den illegalen Import einer in Polen gestohlenen Ladung radioaktiven Materials nach Deutschland. Wie das ARD-Magazin "Plusminus" am Montag vorab berichtete, seien in der Nähe des polnischen Swietochlowice elf Behälter mit hoch radioaktiven Kobalt-60-Strahlern gestohlen worden. Nach Recherchen des Magazins gelangt radioaktives Material öfter illegal in Recyclinganlagen, wo es zu Alltagsgegenständen wie Uhren oder Schränken weiterverarbeitet werde. Der radioaktive Stoff könne aber auch zum Bau "schmutziger" Bomben verwendet werden.

Bereits 2006 gelangte dem Bericht zufolge waffenfähiges Material aus Russland über den Wismarer Hafen nach Deutschland. Laut einem Papier der EU-Kommission seien in Europa seit 1952 rund 30.000 Strahlungsquellen verschwunden. Zöllner im Rotterdamer Hafen stießen immer wieder auf radioaktiv belastete Waren.

Im Gegensatz zu den Niederlanden oder Spanien gebe es in Deutschland keine flächendeckenden, sondern nur stichprobenartige Kontrollen auf eine radioaktive Belastung.

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