"Der Milliardenkredit löste die Zahlungsprobleme der DDR"

Ex-CSU-Chef Strauß soll zur Verlängerung der DDR-Existenz beigetragen haben

In der Debatte über die historische Bewertung der Linken und der Stasi hat der oberbayerische Linke-Spitzenkandidat Fritz Schmalzbauer die CSU aufgefordert, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen. "Die dreisten Verdrehungen von CSU-Spitzenpolitikern sind befremdlich. Schließlich hat kaum jemand mehr zur Verlängerung der Existenz der DDR beigetragen als der ehemalige bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß", sagte Schmalzbauer am Mittwoch (20. August) in München. Strauß habe vor 25 Jahren für die DDR einen Milliardenkredit eingefädelt. "Der löste kurzfristig die Zahlungsprobleme der DDR", sagte der Linke-Politiker. "Die CSU hat also keinen Grund, mit dem Finger auf andere Parteien zu zeigen."

Die bayerische Linke habe mit Stasi, SED und Mauer nichts zu tun. Er sei dennoch bereit, mit der CSU-Spitze über die Vergangenheit zu reden, sagte Schmalzbauer. "Ein geeigneter Ort wäre das Haus des damaligen DDR-Verhandlungspartners von Franz Josef Strauß, Alexander Schalck-Golodkowski, der noch heute am Tegernsee wohnt."

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