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DDR-Unterhändler Wolfgang Vogel gestorben

Agenten-Tausch

Der frühere Ost-Berliner Rechtsanwalt und DDR-Unterhändler Wolfgang Vogel ist am Donnerstag (21. August) im Alter von 82 Jahren gestorben. Das bestätigte seine Witwe Helga Vogel auf Anfrage am Freitag in Schliersee in Oberbayern, wo das Ehepaar seit Jahren lebte. Vogel organisierte 1961 den ersten Agentenhandel des Kalten Krieges: Der über der Sowjetunion abgeschossene Pilot des berüchtigten US-Spionageflugzeugs U2, Gary Powers, wurde damals gegen den enttarnten KGB-Oberst Rudolf Abel getauscht. Der Austausch fand auf der Glienicker Brücke in Potsdam statt. Seitdem war Vogel bis 1989 an der Freilassung von 150 Agenten aus 23 Ländern beteiligt, darunter auch des "Spions" beim damaligen Bundeskanzler Willy Brandt (SPD), Günther Guillaume.

Ebenso war Vogel an den Freikäufen von fast 34.000 politischen Häftlingen durch die Bundesrepublik Deutschland beteiligt. Auch als Anlaufstelle für Tausende ausreisewillige DDR-Bürger war er gefragt.

1992 musste Vogel einräumen, als IM in den 1950er Jahren mit dem Ministerium für Staatssicherheit zusammengearbeitet zu haben. Von dem Vorwurf der Erpressung ausreisewilliger DDR-Bürger wurde er 1998 vom Bundesgerichtshof freigesprochen.

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