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Amerikaner bauen in Israel ein Radarsystem gegen iranische Raketen auf

Kriegsvorbereitungen?

Seit Jahren schon wird über einen US-geführten Angriffskrieg des Westens gegen den Iran spekuliert. Laut Medienberichten gibt es bereits detaillierte Kriegsplanungen. Im Falle eines Krieges werden als Reaktion auch Raketenangriffe auf den Iran befürchtet. Jetzt bauen die Amerikaner in aller Eile in Israel ein leistungsstarkes Radarsystem gegen mögliche Raketenangriffe aus Iran auf. Der US-amerikanische Verteidigungsminister Robert Gates und sein israelischer Kollege Ehud Barak haben sich in Jerusalem in aller Stille auf die neue Abwehreinrichtung in der Wüste Negev geeinigt. Damit wird Israel noch vor Polen und Tschechien mit dem amerikanischen Raketenabwehrschild gegen Iran ausgestattet.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur ddp ist das Abwehrsystem in Israel im Gegensatz zum gerade beschlossenen stationär angelegten Raketenabwehrschirm, der in Polen und in Tschechien bis 2015 aufgebaut werden soll, rasch verlegbar und kann so auf die verschiedenartigsten Bedrohungen reagieren.

Die israelische Regierung schweigt sich aus. Militärexperten erläuterten, das neue Radarsystem funktioniere "praktisch wie ein Wanderzirkus". Es werde auf Sattelschleppern befördert und könne an jedem beliebigen Ort rasch auf- und wieder abgebaut werden. Es sei vergleichbar mit dem schon lange im Westen eingeführten Abwehrsystem "Patriot". Die Feuereinheiten dieser Raketen zur Luftabwehr können auch schnell verlegt werden.

Die neue Raketenabwehr der USA für Israel ähnelt nach Darstellung von Experten dem am vergangenen Mittwoch in Warschau zwischen Amerika und Polen vereinbarten US-Raketenschild "gegen Iran". Danach sollen im Norden Polens zehn Abfangraketen stationiert werden, die in einem Ernstfall hochanfliegende "iranische Raketen" zerstören können. Mit Tschechien hatten die Vereinigten Staaten bereits am 8. Juli ein Abkommen über die Stationierung einer dazu gehörigen Radaranlage unterzeichnet. Die Abwehranlagen sollen erst in sechs Jahren fertig sein.

Die neuen Radareinrichtungen in Israel sollen offenbar schon Ende dieses Jahres einsatzbereit sein. Sie werden die Abwehrfähigkeiten des bereits bestehenden israelischen Raketenabfangsystems "Arrow 2" entscheidend verbessern.

Die neuen US-Abwehrraketen namens "Theater High-Altitude Area Defense (Thaad)", die von dem Radar entdeckte feindliche Raketen abschießen sollen, könnten nach Angaben israelischer Militärkreise bereits in zwölf Monaten einsatzbereit sein. Sie sollen auch gut transportabel sein und den "Wanderzirkus" der neuen Luftabwehr in Israel komplettieren.

Rüstungsexperte Sascha Lange von der Berliner "Stiftung Wissenschaft und Politik" wies darauf hin, dass Israel damit tatsächlich wesentlich schneller von der Vernetzung mit US-Raketenabwehrsystemen profitieren kann. Washington käme dem Ziel eines weltumspannenden Abwehrsystems gegen so genannte Schurkenstaaten näher.

Eine wichtige Ursache für die umfangreiche Beschleunigung und Breite der Zusammenarbeit bei der Raketenabwehr zwischen den USA und Israel sieht Lange in angeblichen "Bestrebungen" des Iran, immer leistungsfähigere Trägerraketen zu bauen und gleichzeitig an seinem Atomprogramm festzuhalten. Dieses Programm und mehrstufige Trägerraketen könnten das Potenzial für Atomraketen langer Reichweite bilden.

Als Iran am 17. August versucht hat, eine weiter entwickelte Trägerrakete vom Typ "Safir Omid" - "Hoffnungsbote" - ins All zu schießen, jubelte Teheran zwar. Nach US-Angaben ist der Versuch aber zunächst fehlgeschlagen.

Nach Darstellung von Geheimdiensten soll der Iran angeblich ein strategisches Raketenarsenal mit Entfernungen bis 2000 Kilometer aufgebaut haben. Israel liegt nur rund 1000 Kilometer entfernt.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad bezeichnete den neuen Test als großen technologischen Erfolg für sein Land. Die iranische Raketentechnologie für Satelliten kann nach Einschätzung westlicher Fachleute auch zum Abschuss von Atomwaffen genutzt werden. Das wäre dann eine mögliche iranische Raketenabwehr gegen US-Atomwaffen.

Die "Tagesschau" hatte im April 2006 unter Berufung auf die US-Zeitschrift "The New Yorker" berichtet, die US-Regierung habe mit der Detail-Planung eines Krieges gegen den Iran begonnen. Die Planungen sollten auch den Einsatz von Atomwaffen umfassen.

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