"Bei Friedenseinsätzen umgekommenen Soldaten"

Staat sollte für "ewige Grabpflege" zuständig sein

Der Bund sollte nach Auffassung des Wehrbeauftragten Reinhold Robbe (SPD) für eine "ewige Grabpflege" von im Friedenseinsatz getöteten Bundeswehrsoldaten aufkommen. "Der Staat sollte für die langfristige Sicherung der Pflege der Gräber zuständig sein", sagte Robbe am Donnerstag der Nachrichtenagentur ddp. Dies sei auch die Ansicht der meisten Soldaten. Eine solche Geste könne "ein Baustein für die moralische Unterstützung der Soldaten" sein. Es bestehe hier "Handlungsbedarf für den Gesetzgeber", betonte Robbe.

Der Wehrbeauftragte des Bundestages sagte, die Frage der Grabpflege sei bisher im politischen Raum "wenig diskutiert" worden. Es sei wichtig, das Andenken der bei "Friedenseinsätzen" umgekommenen Soldaten hochzuhalten. Bisher gebe es keine Regelung, dass der Staat für die Grabpflege der bei friedenssichernden Auslandseinsätzen getöteten Bundeswehrangehörigen eintrete.

Robbe schloss sich damit einer Forderung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge an, der sich für eine staatliche Unterstützung bei der Pflege der Gräber getöteter Soldaten einsetzt. Diese Forderung sei "in jeder Hinsicht berechtigt", betonte Robbe. Fakt sei, dass in jüngster Zeit der Tod von "vielen Soldaten zu beklagen" gewesen sei, die im Einsatz ums Leben kamen.

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