"Vermeintlicher technischer Fortschritt"

Kuhn kritisiert Bau von RWE-Kohlekraftwerk

Der Bau zweier Steinkohle-Kraftwerksblöcke des Stromkonzerns RWE in Hamm stößt bei den Grünen auf scharfe Kritik. Der "vermeintliche technische Fortschritt" sei dabei minimal, bemängelte Grünen-Fraktionschef Fritz Kuhn am Freitag in Berlin. Stattdessen werde eine "völlig unzureichende Struktur der Energienutzung für die nächsten mindestens 50 Jahre festgeschrieben". Die Teilnahme von Regierungschefin Angela Merkel (CDU) an der für den Vormittag geplanten Grundsteinlegung wertete Kuhn als "Armutszeugnis für die 'Klimakanzlerin'".

Mit der "völlig unzureichenden Energiebilanz" neuer Kohlekraftwerke werde die Bundesregierung ihre Klimaziele weit verfehlen. Die Grundsteinlegung sei ein "weiterer schwarzer Tag für den Klimaschutz".

Mit einem Wirkungsgrad von 46 Prozent blieben auch die neuen RWE-Kohlekraftwerke "weit hinter der Leistungsfähigkeit moderner Gaskraftwerke zurück", sagte der Grünen-Politiker. Diese wandelten rund 60 Prozent der eingesetzten Energie in Strom um und erreichten bei Kraft-Wärme-Kopplung sogar Wirkungsgrade von gut 90 Prozent.

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