"Die Affäre wird verdrängt"

Ex-General Kießling attackiert Bundeswehrführung

Der ehemalige stellvertretende NATO-Oberbefehlshaber Günter Kießling wirft der Bundeswehrführung vor, die mit seinem Namen verbundene Affäre zu verdrängen. "Aus dem großen Bereich der Inneren Führung scheint der Name Kießling und der Vorgang getilgt zu sein", sagte der Ex-General am Montag im Deutschlandradio Kultur anlässlich des 25. Jahrestages seiner unberechtigten Entlassung wegen angeblicher Homosexualität.

Der später rehabilitierte Kießling warf dem damaligen und inzwischen verstorbenen Verteidigungsminister Manfred Wörner (CDU) vor, er habe durch seine einseitigen und falschen Ermittlungen die Menschenwürde nicht geachtet. Dies sei ein schwerer Verstoß gegen die Grundsätze der Inneren Führung gewesen.

Unverständlich sei auch, warum Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU) Wörner im Amt als Verteidigungsminister belassen und damit nicht im Sinne des Rechtsstaates gehandelt habe.

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