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Lafontaine verteidigt Mitarbeiterbeteiligung

"Keine Verstaatlichung"

Links-Fraktionschef Oskar Lafontaine hat Aussagen und Presseveröffentlichungen zurückgewiesen, die die Forderung der Linken nach umfassender Mitarbeiterbeteiligung als Verstaatlichungsforderung bezeichnet haben. "Die breite Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Unternehmenseigentum ist angesichts wachsender Vermögen auf der einen und sinkender Reallöhne sowie zunehmender Verarmung auf der anderen Seite mehr denn je notwendig, um soziale Gerechtigkeit in Deutschland durchzusetzen", meint Lafontaine. Das zunehmende Auseinanderdriften von Gewinn- sowie Vermögenseinkommen und Einkommen aus abhängiger Beschäftigung untergrabe bei der Mehrheit der Deutschen das Vertrauen in die jetzige Wirtschaftsordnung. "Die ständige Enteignung von Arbeitnehmern, indem das von ihnen erarbeitete Unternehmensvermögen nur den Anteilseignern der Unternehmen zufällt, muss durch eine Mitarbeiterbeteiligung beendet werden", fordert Lafontaine.

Obwohl diese Erkenntnis lange Zeit Bestandteil der Programme aller Parteien gewesen sei, habe sich seit Jahrzehnten nichts getan. "Mit dem Ergebnis, dass sich bei großen Familiendynastien und ihren Erben leistungslos Milliardenvermögen angesammelt haben", kritisiert der Links-Fraktionschef.

Die Verteilung des Vermögens nach Leistung und nicht nach Geburt sei jedoch "eine Voraussetzung für das Funktionieren einer demokratischen Gesellschaft". Für die Linke sei die Mitarbeitergesellschaft "das Unternehmen der Zukunft".

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