"Kollaps" der Kliniken
Rund 130.000 Demonstrierende fordern mehr Geld für Krankenhäuser
Er forderte eine bessere Finanzausstattung der Kliniken und eine Aufhebung der gesetzlichen Deckelung der Krankenhausbudgets.
Der Präsident des Deutschen Städtetags, Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD), sagte, trotz steigender Kosten seien den Kliniken mit der Budget-Limitierung die Einnahmen gekürzt worden. Bund und Länder sollten "endlich Schluss machen mit dem schäbigen Spiel", sich bei der Finanzierung wechselseitig die Verantwortlichkeit zuzuschieben. Die Kliniken seien "ausgequetscht wie eine Zitrone" und der Protest "im Interesse der gesamten Bevölkerung". Bereits heute gebe es eine Überlastung des Personals, die eine Vernachlässigung der Patienten nach sich ziehen könne.
Bsirske: In den vergangenen zehn Jahren wurden rund 100.000 Arbeitsplätze im Gesundheitswesen abgebaut
Ver.di-Chef Frank Bsirske forderte, die Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser müsse erhalten bleiben. In den vergangenen zehn Jahren seien rund 100.000 Arbeitsplätze im Gesundheitswesen abgebaut worden. Diese Kürzungen gefährdeten das Patientenwohl.
Krankenkassen kritisierten den Protest. AOK-Vizevorstand Herbert Reichelt erklärte, die Klagen seien in Anbetracht des beschlossenen "Hilfspakets" unberechtigt. Er warnte, die Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung könnten angesichts der Mehrausgaben 2009 auf 15,8 Prozent steigen. Die Ersatzkassenverbände VdAK und AEV wandten ein, den Beitragszahlern dürften keine zusätzlichen Belastungen aufgebürdet werden. Mit insgesamt rund 57 Milliarden Euro werde 2009 eine "Rekordsumme" in die Krankenhäuser fließen.
Im Gesundheitsministerium zeigte man sich derweil verwundert, dass die protestierenden Verbände ein im Anschluss der Demonstration vereinbartes Gespräch mit Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) über die Klinikfinanzierung kurzfristig abgesagt hätten.
Das Kabinett hatte am Mittwoch zusätzliche Finanzhilfen für die rund 2100 deutschen Krankenhäuser in Höhe von rund drei Milliarden Euro beschlossen. Außerdem ist ein Sonderprogramm zum Aufbau von 21.000 Pflegestellen vorgesehen. Bundesrat und Bundestag müssen dem Paket noch zustimmen.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 25. Sep. 2008 unter:
umweltStichworte:
« Reform des Vergaberechts im Bundestag umstritten
Bundesregierung verteidigt Jahressteuergesetz 2009 »

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- DIE LINKE im Führungschaos | Parteitag Göttingen 2012 Hintergrundbericht
- Erneuerbare-Energien: Solarprogramm für den Iran
- Globalisierung: Occupy gegen den Kapitalismus
- Wellness: Nordic Walking wird Sie begeistern
- Gewerkschaften verhindern Arbeitskampf
- DIE LINKE: Warum Sahra Wagenknecht die Richtige ist
- ESSO: Milliarden mit schwarzen Gold | Profit um jeden Preis
- SPD und Piratenpartei zum Urheberrecht
- Wellness durch Yoga Übungen
- Depression: Symptome, Test und Hilfe bei Depressionen
