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Atomkraftgegner fordern von Grünen Absage an Gorleben

"Zwei Einbahnstraßen"

Die Anti-Atom-Bewegung hat von den Grünen eine Absage an den Endlager-Standort Gorleben und die weitere Nutzung der Kernkraft gefordert. Die Pannen im Atommülllager Asse II seien "ein Menetekel für Gorleben", erklärte am Montag (8. September) die Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. Aus Sicht der Bürgerinitiative stelle sich die Frage, "warum in Deutschland bei der Endlagersuche gleich zwei Einbahnstraßen befahren werden: Gorleben als geologisch und politisch verbrannter Standort und Salzgestein als Endlagermedium. Besonders von den Grünen und der SPD, die den so genannten Atomkompromiss zu verantworten haben, erwartet die Bürgerinitiative ein klares Abrücken von der Atomkraft und von Gorleben."

Das Festhalten an der Atomenergie blockiere Innovationen und eine nachhaltige Energie- und Klimapolitik, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe "mit ihren kopflosen Erklärungen pro Atom in den vergangenen Tagen den Rückwärtsgang in der Energiepolitik eingelegt". Merkels Plädoyer für ein atomares Endlager in Gorleben ungeachtet der geologischen Zweifel werde sich noch als Bumerang erweisen.

Neben einer deutlichen Aussage gegen Gorleben und die Atomkraftnutzung solle der Grünen-Parteivorstand deshalb auch den "schwarz-grünen Flirt beenden", verlangte die Bürgerinitiative. "Wir haben nicht vergessen, dass der Grünen-Parteichef Reinhard Bütikofer im Sommer eine windelweiche Position vertrat, die Gorleben letztlich als Endlagerstandort nicht ausschloss." Eine ergebnisoffene Endlagersuche mit Gorleben im Pool sei ein Widerspruch in sich.

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