Abgabensenkung
Finanzkrise heizt Streit um Arbeitslosenbeitrag an
Der Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, Heinrich Alt, sagte, die Senkung des Beitrages auf 2,8 Prozent sei "klar auf Kante genäht". "Im nächsten Jahr werden unsere Ausgaben mit Sicherheit die Einnahmen übersteigen. Dann müssen wir an unsere Reserven gehen", betonte er. Zugleich warnte Alt vor den Folgen der weltweiten Finanzkrise für den deutschen Arbeitsmarkt. Zwar ließen sich diese noch nicht beziffern. "Aber wenn man etwa von einem Wachstum von nur noch 0,5 Prozent im nächsten Jahr ausgeht, wird sich das natürlich bei den Arbeitslosenzahlen bemerkbar machen", prophezeite er.
Die Linke kritisierte, die Beitragssenkung sei angesichts der Finanzkrise das "falsche Signal". In diesen Zeiten sei es verantwortungslos von der Koalition, die Möglichkeiten der BA zu beschneiden, sagte Linke-Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch. Eine Kürzung des Arbeitslosengeldes könne die Folge sein.
Die sozialpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Brigitte Pothmer, sagte, die Beitragssenkung werde die Bundesagentur teuer zu stehen kommen und sie in eine dramatische Schieflage bringen. Die Bundesregierung blende die Auswirkungen des beginnenden Konjunkturabschwungs und die Finanzmarktkrise aus, kritisierte sie. Alle Aussagen zum Haushalt der BA beruhten auf der Annahme, dass die Wirtschaft 2009 um 1,2 Prozent wachse. Dies sei aber komplett illusorisch. Der Arbeitsminister verschließe jedoch die Augen vor neuen Risiken und täusche die Öffentlichkeit.
Scholz blockte die Kritik ab. Die Finanzmarktkrise werde vorerst nicht zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit führen, sagte er und betonte: "Wir gehen davon aus, dass der Arbeitsmarkt auch einer raueren Konjunktur trotzt." Die Reformen der "Agenda 2010" der früheren rot-grünen Bundesregierung hätten den Arbeitsmarkt ein Stück weit wetterfester gemacht.
Scholz versicherte, der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung müsse bis weit ins nächste Jahrzehnt hinein nicht auf mehr als 3,0 Prozent angehoben werden. Diese Prognose gelte auch, wenn die Wachstumsraten schwächer ausfallen sollten als angenommen. Er verteidigte die Beitragssenkung und betonte: "Gerade in raueren Zeiten ist es sinnvoll, etwas zur Stärkung der Konjunktur zu tun, anstatt Geld zu bunkern."
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 10. Okt. 2008 unter:
arbeitStichworte:
« Große Koalition diskutiert über Erbschaftssteuerreform
Umweltaktivisten demonstrieren vor Atommüllendlager Morsleben »

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- DIE LINKE im Führungschaos | Parteitag Göttingen 2012 Hintergrundbericht
- Erneuerbare-Energien: Solarprogramm für den Iran
- Globalisierung: Occupy gegen den Kapitalismus
- Wellness: Nordic Walking wird Sie begeistern
- Gewerkschaften verhindern Arbeitskampf
- DIE LINKE: Warum Sahra Wagenknecht die Richtige ist
- ESSO: Milliarden mit schwarzen Gold | Profit um jeden Preis
- SPD und Piratenpartei zum Urheberrecht
- Wellness durch Yoga Übungen
- Depression: Symptome, Test und Hilfe bei Depressionen
