Bedarfsentwicklung

Flughafenbetreiber Fraport wehrt sich gegen "Vorhaltungen der Linken" zurück

Der Flughafenbetreiber Fraport hat die "Vorhaltungen der Linken" zu angeblich unrichtigen Angaben im Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau des Frankfurter Flughafens zurückgewiesen. Fraport-Sprecher Dieter Weirich warnte Hessens Parteien am Freitag (10. Oktober) vor "politischen Manövern" gegen den Flughafenausbau. Sämtliche "Unterstellungen der Linkspartei über unrichtige Angaben" seien falsch und von Fraport bereits mehrfach detailliert zurückgewiesen worden, sagte Weirich. Der Linken gehe es darum, vor einer Gerichtsentscheidung Stimmung gegen den Ausbau des Flughafens zu machen. Unter anderem kritisierte die Linke, dass die für den Flughafen errechnete Bedarfsentwicklung auf überholten Annahmen aus dem Jahr 1994 beruhe. Auch fehle ein absolutes Nachtflugverbot im Planfeststellungsbeschluss.

Die Linke hat erklärt, weiter gegen den Ausbau des Flughafens kämpfen zu wollen. Der Planfeststellungsbeschluss von 2007 beruhe auf teils bereits bei der Beschlussfassung überholten Grundannahmen und widersprüchlichen Argumentationen. Deshalb solle der Beschluss von einem internationalen, unabhängigen Expertenteam überprüft werden.

Der Flughafenausbau könnte in den kommenden Wochen während der Tolerierungs- und Koalitionsgespräche noch zum Zankapfel zwischen SPD, Grünen und Linkspartei werden. Die SPD hatte in den vergangenen Wochen stets erklärt, sie wolle sich im gerichtlichen Verfahren "im Rahmen des rechtlich Zulässigen" für eine Reduzierung der Nachtflüge auf Null einsetzen.

Außerhalb des gerichtlichen Verfahrens werde es aber keine Änderung des Planfeststellungsbeschlusses geben. Grüne und Linke hatten sich immer gegen einen Flughafenausbau gestellt.

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