Bedürftige erhielten durchschnittlich 385 Euro pro Monat

733.000 Personen auf Grundsicherung angewiesen

In Deutschland sind so viele Menschen von der Grundsicherung abhängig wie noch nie. Seit Einführung der Zusatzleistung für alte und erwerbsgeminderte Personen im Januar 2003 ist die Zahl der Grundsicherungsempfänger in Deutschland jährlich um etwa sechs bis sieben Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt am Freitag (31. Oktober) in Wiesbaden mitteilte. Ende 2007 hätten rund 733 000 Personen die Grundsicherung erhalten. Dies entspreche einer weiteren Erhöhung von 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auffällig sei, dass mehr Westdeutsche die Grundsicherung bezogen: Während Bremen und Berlin mit je 1,7 Prozent und Hamburg mit 1,8 Prozent die höchsten Bezugsquoten aufwiesen, verzeichneten Thüringen und Sachsen mit je 0,6 Prozent die niedrigsten Bezugsquoten.

Zudem seien mit über 50 Prozent mehr Frauen und überwiegend Rentner von der Grundsicherung abhängig. Gemessen an der Gesamtbevölkerung erhielten im Jahr 2007 rund 1,1 Prozent der über 18-jährigen die staatliche Zusatzleistung.

Zum Jahresende 2007 hätten rund 67 Prozent mehr Personen die staatliche Zusatzleistung bezogen als im Jahr 2003. Dies entspreche einer Verdreifachung der Nettoausgaben von 1,3 Milliarden Euro im Jahr 2003 hin zu 3,5 Milliarden Euro im Jahr 2007.

Netto wurden durchschnittlich 385 Euro ausgezahlt

Die Grundsicherung wird seit dem 1. Januar 2003 an dauerhaft voll erwerbsgeminderte Personen zwischen 18 und 64 Jahren ausgezahlt sowie an über 65-Jährige, die unter der Grundsicherung liegen. Der monatliche "Bruttobedarf" pro Person betrug zum Jahresende 2007 625 Euro. Netto wurden durchschnittlich 385 Euro ausgezahlt.

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