"Präventive" Angriffe mit Atomwaffen
UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon unterstützt Atomwaffenkonvention
Ban Ki-Moon brachte seine Unterstützung für den Vorschlag einer Atomwaffenkonvention am 24. Oktober im Rahmen einer Rede bei einer Veranstaltung des "East-West-Institute" zum Ausdruck. Er skizzierte fünf mögliche Schritte zur Abrüstung und teilte mit, dass er den Entwurf für eine Atomwaffenkonvention allen UN-Mitgliedsstaaten zugeschickt habe. Es handele sich um einen guten Ansatz.
Ki-Moon forderte die Unterzeichnerstaaten des Atomwaffensperrvertrages, also insbesondere die Atomwaffenstaaten, auf, ihre Vertragsverpflichtungen zu erfüllen und Verhandlungen mit dem Ziel der nuklearen Abrüstung aufzunehmen. Für die nukleare Abrüstung könnten entweder sich wechselseitig verstärkende, bisher separate Instrumente zusammengefasst oder eine Atomwaffenkonvention mit einem starkem Verifikationssystem ausgehandelt werden.
Der Modellentwurf für eine Atomwaffenkonvention wurde erstmals 1997 von drei Friedensorganisationen herausgegeben und von Costa Rica bei den Vereinten Nationen eingereicht. Die zweite Auflage erschien 2007 unter dem Titel "Securing Our Survival (SOS)". Der UN-Generalsekretär ist einer von vielen prominenten Politikern, die eine solche Atomwaffenkonvention befürworten.
Am 1. Juli wurde eine Erklärung von Europa-Abgeordneten veröffentlicht, in der sie ebenfalls die Atomwaffenkonvention befürworten. Die Erklärung wurde bislang von mehr als 100 Europaabgeordneten unterzeichnet. Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges unterstützen die Schaffung einer Atomwaffenkonvention seit Jahren mit ihrer so genannten "ICAN"-Kampagne.
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