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Schäfer-Gümbel startet Tour durch Hessen

Bildungsgerechtigkeit, Energiewende, angemessene Löhne

Die hessische SPD bereitet sich nach den Worten ihres neuen Spitzenkandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel auf einen "sehr kurzen, sehr heftigen" Wahlkampf vor. Schäfer-Gümbel selbst will ab dem nächsten Donnerstag bis zum SPD-Parteitag am 13. Dezember das ganze Land mit einem "knochenharten Kreisbereisungsprogramm" befahren und dadurch seine Bekanntheit steigern. Schäfer-Gümbel sagte, er werde bis zur Wahl am 18. Januar "wohl nicht dieselben Popularitätswerte" wie Hessens SPD-Chefin Andrea Ypsilanti bei der vergangenen Wahl erreichen. "Das ist eine Frage von Rationalität". Popularität und Bekanntheit seien aber "noch kein Gradmesser für Qualifikation", fügte er hinzu. Für den Wahlkampf will er "Kontinuität in den Themen" wahren. So stellten sich nach wie vor die Fragen der Bildungsgerechtigkeit, nach einer Energiewende und nach angemessenen Löhnen.

In welcher personellen Besetzung und mit welchen inhaltlichen Details Schäfer-Gümbel in den Wahlkampf ziehen wird, werde sich bis Donnerstag nächster Woche entscheiden.

Dass der SPD-Politiker Hermann Scheer in seinem Team nicht mehr als Minister für Wirtschaft und Umwelt vorgesehen ist, bezeichnete Schäfer-Gümbel nicht als Abkehr von den energiepolitischen Plänen Scheers. "Wir werden mit dem Scheer-Plan auch wieder in den Wahlkampf ziehen", betonte er. Zum Rückzug Scheers sagte der Spitzenkandidat, dieser sei nicht mehr bereit gewesen, "die permanenten Denunziationen" seiner Person zu ertragen.

"Mich ärgert das Zerrbild, das von meiner Person und meinen Ambitionen gezeichnet wird als wäre ich scharf darauf, irgendein Landesminister zu werden", sagte Scheer der Tageszeitung "Die Welt": "In dieser Liga halte ich mich nicht auf. Ich habe in den letzten 20 Jahren fünf-, sechs- oder siebenmal die Möglichkeit gehabt, Minister zu werden", so Scheer, der die hessische Energieversorgung zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien umbauen wollte.

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