"Effizienter als Behörden"

Hochtief-Manager Keitel zum BDI-Präsidenten gewählt

Beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) haben weiterhin Vertreter der alten Großkonzerne das Sagen. Die Mitgliederversammlung des BDI hat am Montag (24. November) in Berlin den RWE-Manager Hans-Peter Keitel in geheimer Abstimmung für zwei Jahre zum BDI-Präsidenten gewählt. Keitel tritt am 1. Januar 2009 die Nachfolge von Jürgen Thumann an, der Vizepräsident des BDI bleibt. Hochtief verdient sein Geld mit dem Bau und zunehmend auch mit dem Betrieb von Flughäfen und Schulen, Krankenhäusern oder Gefängnissen. Vor Jahren als Konzerntochter der RWE AG war Hochtief auch am Bau deutscher Atomkraftwerke beteiligt. Private arbeiten nach Auffassung von Keitel "so gut wie immer effizienter als Behörden".

Der 1947 geborene Keitel übernahm nach dem Studium des Bauingenieurwesens sowie der Arbeits- und Wirtschaftswissenschaften für Lahmeyer International, Frankfurt, führende Aufgaben der Ingenieurberatung im In- und Ausland. Dazu gehörten zahlreiche, auch längerfristige Aufenthalte in vielen Ländern der Welt.

Nach zwölfjähriger Tätigkeit wechselte er 1988 zur Hochtief AG und zeichnete dort zunächst verantwortlich für die Auslandsaktivitäten. 1990 wurde er in den Vorstand der Gesellschaft berufen, 1992 zu dessen Vorsitzenden und als Mitglied des Vorstands der RWE AG bestellt. Nach mehr als 15 Jahren an der Spitze von Hochtief wechselte er 2007 in den Aufsichtsrat. Er ist Mitglied mehrerer Aufsichtsräte und Boards sowie Honorarprofessor der TU Berlin.

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