Im Einvernehmen mit den Präsidenten

Bundesanwaltschaft will eigene Geschichte aufarbeiten

Die Bundesanwaltschaft will in einem rechtshistorischen Forschungsprojekt ihre Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg aufarbeiten. Mit diesen Bemühungen stehe man "erst am Anfang", sagte Generalbundesanwältin Monika Harms am Freitag (12. Dezember) bei der Jahrespressekonferenz ihrer Behörde in Karlsruhe. Der Gedanke zu dem Projekt sei bei einem Gedankenaustausch mit Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) im November 2008 entstanden.

Das Projekt soll im Januar 2009 starten. Es solle sich "mit der Vergangenheit der Bundesanwaltschaft, aber im Einvernehmen mit allen Präsidenten der obersten Gerichtshöfe des Bundes auch mit der Vergangenheit dieser Gerichtshöfe befassen".

Es gehe um die Frage, wie diese Einrichtungen sich zur Zeit ihrer Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinandergesetzt hätten. Ein ähnliches Projekt wurde bereits vom Bundeskriminalamt (BKA) in Angriff genommen.

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