"Unzureichende Lohnsteigerung"

Ver.di fordert erstmals Diözese zu Tarifgesprächen auf

Die Gewerkschaft ver.di hat erstmals eine Aufforderung zur Aufnahme von Tarifverhandlungen an die katholische Kirche gerichtet. Wie der ver.di-Landesbezirk Baden-Württemberg am Dienstag (16. Dezember) in Stuttgart mitteilte, wurde die katholische Amtskirche Rottenburg-Stuttgart aufgerufen, mit der Gewerkschaft Tarifgespräche aufzunehmen. Laut ver.di richtet erstmals eine Gewerkschaft eine solche Forderung an die katholische Kirche. Grund sei die "völlig unzureichende Steigerung der Löhne und Gehälter" in diesem und im kommenden Jahr.

Vom Jahresbeginn 2008 bis Ende Oktober 2009 erhalten die 23.000 Beschäftigten der Diözese, die überwiegend in der Verwaltung, bei Kindertagesstätten und sozialen Diensten arbeiten, laut ver.di vorübergehend 2,35 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Bislang habe der kommunale öffentliche Dienst den Maßstab für die kirchlichen Vergütungen gebildet. Dort steigen die Entgelte im selben Zeitraum aber dauerhaft um mehr als acht Prozent.

Die Bezahlung in der Diözese Rottenburg-Stuttgart liege auch "deutlich" unter dem Niveau anderer katholischer Diözesen in Deutschland, kritisierte ver.di. Dort seien die Entgeltsteigerungen nach wie vor an die Tariferhöhungen des öffentlichen Dienstes gekoppelt.

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