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Vize-Präsident der Privat-Universität Witten/Herdecke legt Ämter nieder

Schwarz-gelb gefährdet Arbeitsplätze

An der Spitze der finanziell angeschlagenen Privat-Universität Witten/Herdecke gibt es einen weiteren Rücktritt. Wie die Hochschule am Montag (22. Dezember) mitteilte, stellte der Vize-Präsident und Geschäftsführer der Uni, Maxim Nohroudi, seine Ämter mit sofortiger Wirkung zur Verfügung. Die schwarz-gelbe Landesregierung hatte mitgeteilt, dass die Privat-Uni im laufenden Jahr 2008 auf eine Landeszuwendung in Höhe von 4,5 Millionen Euro verzichten solle.

Mit dem Schritt wolle er der Hochschule "strategisch wie personell einen Neuanfang" ermöglichen, soNohroudi. Er könne die "strategischen Optionen", die vom Mehrheitsgesellschafter präferiert werden, nicht unterstützen, erklärte der Vize-Präsident. Weitere Angaben machte er zunächst nicht.

Bereits in der vergangenen Woche war Uni-Präsident Birger Priddat zurückgetreten, um Schaden von der Hochschule abzuwenden und die Voraussetzung für einen Neuanfang zu schaffen.

NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) hatte die Mittelstreichung der Landesregierung damit begründet, dass die Hochschule die ordnungsgemäße Geschäftsführung nicht nachweisen könne und keinen Wirtschaftsplan vorgelegt habe. Der Jahresetat der Hochschule liegt bei rund 30 Millionen Euro. Der Uni droht nun die Pleite.

Gegen die drohende Schließung der Privat-Uni hatten am Montag zudem mehrere Hundert Personen in Witten protestiert. Der Betriebsrat hatte zu der Solidaritätskundgebung eingeladen. Nach seinen Angaben hängen rund 600 Arbeitsplätze unmittelbar von dem Fortbestand der Hochschule ab. Zudem wären rund 2000 Jobs bei Zulieferern und Dienstleistern von einer Schließung betroffen.

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