Großer Erfolg für Hermann Scheer
Rund 50 Staaten wollen Agentur für Erneuerbare Energien gründen
Am 2. April 1990 hatte Scheer sein Memorandum im UN-Hauptquartier vorgestellt. Der damalige UN-Generalsekretär Pérez de Cuéllar setzte daraufhin eine Task-Force mit dem Titel "United Nations Solar Energy Group on Environment and Development" (UNSEGED) ein, der 30 UN-Mitgliedsländer mit je einem Regierungsvertreter und Hermann Scheer als "special guest" angehörten.
Scheer und EUROSOLAR, die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien, arbeiteten 19 Jahre lang kontinierlich darauf hin, dass die erneuerbaren Energien mit IRENA international der Durchbruch gelingt. Im Oktober 2008 fand schließlich auf Einladung der spanischen Regierung die abschließende Vorbereitungskonferenz statt. Nach Auffassung von Scheer, der auch Vorsitzender des Weltrates für Erneuerbare Energien (WCRE) ist, wird IRENA "ein Schlüsselelement für die weltweite Ausrichtung auf erneuerbare Energien".
"Mit der IRENA wird eine große Lücke im internationalen Institutionensystem gefüllt, in dem es für den Energiebereich zwar seit 1957 eine IAEA gibt und seit 1974 die eher auf konventionelle Energien ausgerichtete Energieagentur, aber keine gleichwertige internationale Regierungsorganisation für erneuerbare Energien", hatte Scheer im Juli 2008 gesagt. Wegen dieses "institutionellen Mangels" sei der Ausbau erneuerbarer Energien weltweit deutlich unter den Möglichkeiten geblieben, die schon längst existieren. "Die internationale Mobilisierung von erneuerbaren Energien ist ein Wettlauf mit der Zeit. Die Arbeit einer IRENA ist unverzichtbar", so Scheer.
IRENA ist die erste internationale Organisation, die sich ausschließlich auf erneuerbare Energien konzentriert. Die Agentur soll ihre Mitgliedsstaaten dabei beraten, ihre politischen Rahmenbedingungen anzupassen, Kompetenzen aufzubauen sowie Finanzierung und Technologie- und Wissenstransfer für erneuerbare Energien zu verbessern.
Auf der Konferenz werden die Gründungsstaaten das Statut von IRENA zeichnen. Bereits einen Tag nach der Gründungskonferenz, am kommenden Dienstag, findet das erste Treffen der Mitgliedsstaaten statt. Bei der Tagung der Vorbereitungskommission, der alle Zeichnerstaaten angehören, sollen die Weichen für den raschen Aufbau von IRENA gestellt werden. Im Juni 2009 werden die Mitgliedsstaaten dann über den Sitz der Agentur entscheiden und den ersten Gründungsdirektor oder die erste Gründungsdirektorin auswählen.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 21. Jan. 2009 unter:
energieStichworte:
« Europaabgeordneter Pflüger kritisiert Militarisierung der EU
Friedensbündnis kritisiert israelische Blockade des Gazastreifens »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Nachhaltige Geldanlage - Grünes Geld Berlin
- Griechenlands Insolvenz
- Burnout Symptome erkennen - Checkliste als Hilfe
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
