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Angeblich keine Freisetzung von Radioaktivität bei Deckeneinsturz in der Asse

Behörden und Gutachter wissen bescheid

Wieder einmal, weiß es eine Behörde ganz genau: Bei einem Deckeneinsturz im Atommülllager Asse und einer Beschädigung der dort liegenden Atommüllfässer würde keine Radioaktivität freigesetzt, teilte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) am Mittwoch (28. Januar) mit. Der bereits bestehende Verschluss der Kammer könne dem dann erhöhten Luftdruck standhalten, ist sich die Behörde sicher. Sie berief sich auf ein von ihr in Auftrag gegebenes gebirgsmechanisches Gutachten. Schon in der Vergangenheit stellten Gutachter den Atomaufsichtsbehörden stets Persilscheine aus. So wurden auch die Atomkraftwerke Harrisburg in den USA und Tschernobyl in der Ukraine als sicher bewertet - bevor es in diesen Anlagen zu den Unfällen kam.

"Aus Vorsorgegründen" wolle das BfS aber dennoch eine zusätzliche Sicherung einbauen und den Verschluss der Kammer 4 mit einem weiteren Betonpfropfen verstärken. Ob längerfristige Prozesse an anderen Stellen der Kammer zu einem allmählichen Austritt von Radionukliden führen können, werde derzeit noch in einem radiologischen Gutachten geprüft. Ergebnisse erwarte das Bundesamt im Verlauf des Februar.

Messungen des vorherigen Asse-Betreibers hatten Ende 2008 ergeben, dass sich in der Einlagerungskammer 4 auf der 750-Meter-Sohle Teile der Decke lösen und auf die in der Kammer lagernden schwachradioaktiven Abfälle stürzen könnten. Von Gutachtern und Behörden wurde dies in der Vergangenheit stets ausgeschlossen.

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