Brandenburg

Hohe Prämien für Übernahme einer Arztpraxis auf dem Land

Mit Prämien von bis zu 50.000 Euro sollen in Brandenburg Mediziner für ländliche Regionen gewonnen werden. Übernehme ein Arzt eine freiwerdende Praxis in einem medizinisch unterversorgten Gebiet, erhalte er einen sogenannten Sicherstellungszuschlag, teilte die Kassenärztliche Vereinigung (KV) am Donnerstag (8. Januar) in Potsdam mit. Das habe der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen entschieden. In diesem Jahr kämen die Kassen für die Zuschläge auf, 2010 und 2011 teilten sich Kassen und KV die Finanzierung. Ziel sei es, vor allem junge Ärzte für ländliche Regionen zu gewinnen.

Prämien wurden auch bislang schon gezahlt, jetzt wurden die Beträge jedoch deutlich erhöht. Dabei wird nicht mehr zwischen Regionen mit drohender und bereits bestehender Unterversorgung unterschieden. Bislang wurden für die Übernahme einer freiwerdenden Arztpraxis in unterversorgten Regionen 30.000 Euro und in Regionen mit drohendem Mangel 20.000 Euro gezahlt. Jetzt beträgt der Zuschlag in unterversorgten Gebieten 50.000 Euro.

Gründet ein Mediziner eine neue Praxis, wird das mit 40.000 Euro, statt bisher 30.000 Euro gefördert. Für die Gründung einer Zweigpraxis gibt es einen Sicherstellungszuschuss von 15.000 Euro.

Der KV-Vorsitzende Hans-Joachim Helming sagte, damit seien die Fördersummen in Brandenburg an jene in anderen Ländern angepasst worden, die genauso "händeringend neue Ärzte suchen". Dies erhöhe die Chancen, junge Mediziner in die ländlichen Regionen des Landes zu holen.

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