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CDU-Politiker Wittke tritt wegen Raserei als Verkehrsminister zurück

Schirmherr von "Runter vom Gas"

Der als Temposünder überführte NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke (CDU) ist zurückgetreten. "Aufgrund meines Fehlverhaltens im Straßenverkehr kann ich meiner als Verkehrsminister zwingend erforderlichen Vorbildfunktion nicht gerecht werden", teilte der bisherige Verkehrsminister von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) am Mittwoch (11. Februar) mit. "Vor diesem Hintergrund habe ich dem Herrn Ministerpräsidenten meinen Rücktritt vom Amt des Bau- und Verkehrsministers angeboten." Wittke war im November 2008 mit Tempo 109 durch eine Ortschaft im Sauerland gefahren und dabei geblitzt worden. Erlaubt waren 50 Stundenkilometer. Für zwei Monate wurde dem Verkehrsminister der Führerschein entzogen. Der Fall war erst in der vergangenen Woche bekannt geworden. Der CDU-Politiker war zudem Schirmherr der Kampagne "Runter vom Gas" der Landesverkehrswacht NRW.

"Ich werde mich in meiner politischen Arbeit künftig auf mein Abgeordnetenmandat und den Vorsitz der Ruhr-CDU sowie den stellvertretenden Landesvorsitz der CDU Nordrhein-Westfalen konzentrieren", ergänzte der bisherige Minister. Weitere Interview-Anfragen lehnte Wittke ab.

Die Opposition im Landtag sowie Verkehrspolitiker aus dem Bundestag hatten Wittkes Rücktritt gefordert. Der 42-jährige frühere Oberbürgermeister von Gelsenkirchen galt bislang als Hoffnungsträger der Landes-CDU.

SPD-Fraktionschefin Hannelore Kraft bezeichnete den Rücktritt des Ministers als notwendig. "Der Rücktritt war überfällig. Wittke hat offenbar die Flucht nach vorne angetreten, bevor in der Fragestunde des Landtags weitere belastende Details zutage getreten wären", sagte die Oppositionsführerin.

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