"Genmais MON 810 wird zum Ladenhüter"

Linke fordert Verbot von Genmais-Anbau

Die Agrarpolitikerin der Linken, Kirsten Tackmann, forderte am Montag (16. Februar), die Bundesregierung müsse den Anbau von Genamai "komplett verbieten". Sie verwies auf sinkenden Flächenanmeldungen für gentechnisch veränderte Pflanzen (GVP) im bundesweiten Standortregister. "Der Genmais MON 810 wird zunehmend zum Ladenhüter. Keiner braucht ihn und fast niemand will ihn", so Tackmann. Immer weniger Landwirte entschieden sich für "die Risikotechnologie Agro-Gentechnik".

Mitte Februar – 3 Monate vor der Aussaat – seien erfahrungsgemäß alle geplanten GVP-Anbauflächen im Standortregister zu sehen, so Tackmann. Aktuell sind das rund 3.700 Hektar und somit 800 Hektar weniger als im Vorjahr. In der Regel werden aber nicht alle gemeldeten Flächen auch wirklich für den Genmais-Anbau genutzt, so dass die tatsächliche Anbaufläche wahrscheinlich noch kleiner sein wird. "Dies ist ein Erfolg der kontinuierlichen Öffentlichkeitsarbeit von Umwelt-, Landwirtschafts- und Verbraucherverbänden", meint Tackmann.

MON 810 gefährde die gentechnikfreie Landwirtschaft und Imkerei. Er zerstöre Bodenleben und Nicht-Zielorganismen. Die Linke fordert von der Bundesregierung ein sofortiges Anbauverbot für MON 810 und ein europaweites Zulassungs-Moratorium für genetisch veränderte Pflanzen.

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