"Technik nicht unnötig verteuern"

BDI will geringe Haftung bei Experimenten zur CO2-Speicherung

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert, dass noch in dieser Legislaturperiode ein Gesetz zur Abscheidung und Speicherung von CO2 durch CCS-Technik (Carbon Capture and Storage) verabschiedet wird. Die großen Energiekonzerne geben an, mit dieser Technik könne man CO2 aus Kohlekraftwerken sicher im Untergrund verschwinden lassen. BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf forderte anlässlich der Anhörung zum CCS-Gesetz im Bundeswirtschaftsministerium am Freitag, Deutschland sollte sich bei den Haftungsregelungen für die CO2-Speicherung an die Anforderungen halten, die laut EU-Richtlinie umzusetzen sind. "Derzeit geht der Gesetzentwurf deutlich darüber hinaus", kritisiert Schnappauf. "Das verteuert die neue Technik unnötig."

Der BDI sieht in der Abscheidung und Speicherung von CO2 durch CCS-Technologie eine wichtige technologische Option, fossile Energieträger künftig klimafreundlich zu nutzen. "Die deutsche Wirtschaft ist bereit, diese Option zielstrebig weiter zu entwickeln", sagte Schnappauf. "Ein schnelles CCS-Gesetz sichert die notwendigen Investitionen in Demonstrationsvorhaben. Umweltschützer bezweifeln die Effektivität und die Langzeitsicherheit der Technik.

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