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Wohlfahrtsverband: "Hartz IV"-Regelsätze für Kinder nachbessern

"Opfert eine ganze Generation"

Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat an den Bundestag appelliert, auf Nachbesserungen beim Konjunkturpaket II zu pochen. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" kritisierte Vizechef Eberhard Jüttner die bisher vorgesehene Anpassung der "Hartz IV"-Regelsätze für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren um 35 Euro als völlig unzureichend. "Wer hier Entscheidungen verschleppt, opfert eine ganze Generation", warnte er. Vor den an diesem Montag (9. Februar) im Bundestag stattfindenden Anhörungen verlangte Jüttner von der Bundesregierung sofortige grundlegende Neuberechnungen der Regelsätze, und zwar für alle Altersstufen.

Nach Berechnungen des Paritätischen müssten die Regelsätze für Kinder und Jugendliche je nach Alter um bis zu 40 Prozent angehoben werden. Insbesondere der Regelsatz für die 6- bis unter 14-Jährigen sei gnadenlos unterbewertet und liege um 86 Euro pro Monat unter dem tatsächlichen Bedarf. Der Regelsatz für Erwachsene sei um mindestens 25 Prozent zu niedrig bemessen.

Bundesagentur für Arbeit fordert niedrigere "Hartz IV"-Regelleistungen und treibt Keil zwischen Jugendliche

Das Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, Heinrich Alt, hat die Höhe der "Hartz IV"-Regelleistungen für Jugendliche unter 25 Jahre in Frage gestellt. "Wenn die Sätze auf Dauer für alleinlebende Jugendliche ohne Gegenleistung gezahlt werden, sind sie zu hoch im Vergleich zu Auszubildenden", sagte Alt der "Rheinischen Post". "Wir brauchen ein vernünftiges Verhältnis zwischen denen, die wenig verdienen und Steuern zahlen, und denen, die ein Transfereinkommen beziehen", so Alt.

Wenn ein Jugendlicher in Ausbildung schlechter gestellt sei, als ein Jugendlicher, der von Grundsicherung lebe, entstehe der Eindruck, "dass der, der nichts tut, von dieser Gesellschaft stärker belohnt wird, als der, der morgens früh aufsteht, zur Arbeit geht und lernen muss."

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