Sinkende Pauschalen je Patient

Kassenärzte müssen sich auf sinkende Honorare einstellen

Nach dem Honorarschock im ersten Quartal des Jahres muss sich nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" die Mehrzahl der Kassenärzte im zweiten Quartal auf weiter sinkende Einkommen einstellen. Das geht nach einem Bericht der Zeitung aus den Bescheiden hervor, die die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) ausfertigen und an ihre knapp 150.000 Haus- und Fachärzte sowie Psychotherapeuten verschicken.

Grund dafür sei nicht die Honorarreform. Vielmehr habe das Vorjahresquartal weniger Arbeitstage gehabt, heiße es in der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Gleichwohl bestehe die Gefahr, dass die neuen Bescheide in der aufgewühlten Debatte um die Honorarreform "wie Brandbeschleuniger wirken", sagte der Chef der KV-Nordrhein, Leonhard Hansen, der Zeitung. Ähnlich äußerte sich Bayerns KV-Chef Axel Munte.

Die Mehrzahl der Ärzte müsse sich gegenüber dem ersten Jahresquartal auf sinkende Pauschalen je Patient einstellen. In der KV-Nordrhein dürften 55 Prozent aller Hausärzte und 64 Prozent aller Fachärzte weniger Geld bekommen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf die Berechnungen der KV.

Die Verlierer

Zu den Verlierern gehörten neben Hausärzten Augenärzte, Chirurgen, Gynäkologen, hausärztliche Internisten und Kinderärzte. Daten anderer KV zeigten eine ähnliche Entwicklung.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!