Firma "Media Event"

Abgesagtes Bürgerfest kostet offenbar eine Million euro

Der Streit um das Bürgerfest zum 60. Jahrestag des Grundgesetzes wird teuer für die Steuerzahler. Die "Financial Times Deutschland" berichtete unter Berufung auf eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine kleine Anfrage der Grünen, bisher sei an die Firma Media Event eine Million Euro als Zuwendung für das geplante Bürgerfest geflossen. Die Zahlungen seien "nicht auf konkrete Einzelleistungen bezogen" gewesen.

Im Februar hatte Media Event ihr von der SPD kritisiertes Konzept zurückgezogen. Es sah ein dreitägiges Fest vor. Nun soll es am 23. Mai eine eintägige Feier unter der Regie der Bundesregierung geben, für die 3,5 bis 4,5 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt bereitgestellt werden. Die Zeitung berichtete, für die Abwicklung des Auftrags an Media Event könnten weitere Kosten entstehen.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, sagte der Zeitung, es sei seltsam, dass ein solches Projekt ganz ohne Ausschreibung geplant werde.

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