Trittin "drollig"
Grüne senden unklare Ampel-Signale
Auf ihrem Bundesparteitag Anfang Mai in Berlin wollen die Grünen eine Wahlaussage beschließen. Die Parteispitze hatte sich in den vergangenen Wochen immer wieder für eine Ampel-Koalition nach der Bundestagswahl ausgesprochen. In der Basis ist es deshalb zu heftigen Verstimmungen gekommen. Teile der Grünen fühlen sich durch die vorschnelle Festlegung übergangen und haben große Bedenken wegen einer Zusammenarbeit mit den Liberalen. Vor allem aus dem größten Landesverband der Grünen in Nordrhein-Westfalen kommt Kritik. Der Landesparteitag der NRW-Grünen lehnte eine Vorfestlegung auf ein Ampel-Bündnis am Freitagabend klar ab.
Roth versuchte nun erneut zu beschwichtigen. Der Beschluss aus NRW werde in die Beratungen einbezogen, kündigte sie an und betonte: "Uns geht es darum, dass die Partei an einem Strang zieht." Bei den Grünen funktioniere es nicht, "dass man von oben nach unten etwas diktiert", behauptete die Partei-Chefin. Ziel sei es, die große Koalition zu beenden, Schwarz-Gelb zu verhindern und eine "realistische Machtoption" zu benennen. Nun müsse diskutiert werden, "wie wir das aufschreiben".
Auch Künast, die gemeinsam mit Trittin Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl ist, stellte eine breite Diskussion über die Wahlaussage in Aussicht. Die Grünen-Fraktionschefin hatte auf dem NRW-Parteitag gesprochen und dort eine klare Abfuhr für den Kurs der Parteispitze einstecken müssen.
Trittin rückte dagegen nicht von seiner bisherigen Linie ab und bekräftigte die Bereitschaft, nach der Bundestagwahl im September eine Ampel mit der SPD und den Liberalen einzugehen. Allerdings sei die FDP gegenwärtig "nicht regierungsfähig", schränkte er ein. Trittin verwies auf die ständigen Forderungen der Liberalen nach Steuersenkungen trotz leerer Staatskassen oder das Nein der FDP zur HRE-Rettung, die die Partei "aus ideologischen Gründen" blockiere.
Die FDP zeigte sich indessen wenig beeindruckt von den Farbspielen des Oppositionspartners. Westerwelle lehnt eine Ampel mit Grünen und SPD gegenwärtig ab. Die größeren Gemeinsamkeiten gebe es nach wie vor mit CDU und CSU, sagte der FDP-Chef. Die Aussage Trittins, dass die FDP nicht regierungsfähig sei, bezeichnete Westerwelle als "drollig". Schließlich werbe der Grünen-Politiker Land auf Land ab für eine Regierung mit der FDP. Westerwelle riet: "Er muss, glaube ich, einfach noch mal an seiner Klarheit arbeiten."
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 23. Mär. 2009 unter:
politikStichworte:
« Delmenhorst reißt einst von Rechten umworbenes Hotel ab
Berlin setzt weiter auf Militärtransporter A400M »

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- DIE LINKE im Führungschaos | Parteitag Göttingen 2012 Hintergrundbericht
- Erneuerbare-Energien: Solarprogramm für den Iran
- Globalisierung: Occupy gegen den Kapitalismus
- Wellness: Nordic Walking wird Sie begeistern
- Gewerkschaften verhindern Arbeitskampf
- DIE LINKE: Warum Sahra Wagenknecht die Richtige ist
- ESSO: Milliarden mit schwarzen Gold | Profit um jeden Preis
- SPD und Piratenpartei zum Urheberrecht
- Wellness durch Yoga Übungen
- Depression: Symptome, Test und Hilfe bei Depressionen
