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Rund 8000 bayerische Fachärzte protestieren gegen Honorarreform

"Underdogs"

Rund 8000 bayerische Fachärzte haben am Dienstag (24. März) aus Protest gegen die Honorarreform gestreikt. Damit waren im Freistaat etwa 80 Prozent der Facharzt-Praxen geschlossen, wie der Vorsitzende der Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände (GFB), Thomas Scharmann, am Rande der zentralen Protestveranstaltung auf dem Münchner Marienplatz sagte. An der Kundgebung nahmen rund 500 Mediziner teil. Auf Plakaten beklagten sie erhebliche Einkommensverluste. Bei der derzeitigen Honorarregelung könnten nur noch solche Praxen überleben, die ausreichend Privatpatienten hätten, sagte Scharmann.

Deshalb werde mit diesem Protesttag dafür gekämpft, "dass Kassenpatienten nicht zu Patienten zweiter Klasse werden". Derzeit bekämen Fachärzte teilweise pro Kassenpatient und Monat nur sechs Euro. "Damit kann ich keinen kranken Patienten versorgen", sagte Scharmann.

Vor allem Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) stand in der Kritik. GFB-Vorstandsmitglied Wolf Neher sagte, Schmidt habe mit der Gesundheitsreform die Fachärzte zu "Underdogs in diesem System gemacht".

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