"Terroristische Vereinigung"

Mutmaßlicher PKK-Führungsfunktionär angeklagt

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen einen mutmaßlichen Führungsfunktionär der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) erhoben. Dem 41 Jahre alten türkischen Staatsangehörigen kurdischer Abstammung, Aslan Y., werde Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung sowie vollendete und versuchte, teilweise schwere Brandstiftung vorgeworfen, teilte die Behörde am Dienstag in Karlsruhe mit. Bereits am 17. März sei vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main Anklage erhoben worden, hieß es weiter. Am 1. Oktober 2008 wurde der 41-Jährige festgenommen und in Untersuchungshaft gebracht.

Der Mann soll von Januar 1993 bis Februar 1994 innerhalb der PKK hauptamtlich für die Region Süd verantwortlich gewesen sein, zu der neben dem Rhein-Main-Gebiet auch Mannheim und Freiburg gehören.

Am 4. November 1993 soll er im Rahmen der bundesweiten Gewaltaktionen angeblich angeordnet haben, Wohn- und Geschäftshäuser mit Molotowcocktails anzugreifen. Bei einem der sechs Brandanschläge im Rhein-Main-Gebiet an diesem Tag wurde bei einem Anschlag auf eine Gaststätte in Wiesbaden ein Mensch getötet.

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