"Missverständliche Äußerungen"

Landesrabbiner nach Gespräch mit Bischof Mixa zufrieden

Der Augsburger Bischof Mixa hat sich am Freitag mit Landesrabbiner Henry Brandt getroffen, um missverständliche Äußerungen aus der Welt zu schaffen. Es sei Mixa ein "Herzensanliegen" gewesen, die "Irritationen zwischen Juden und Katholiken" auszuräumen, teilte das Bistum mit. Mixa war in die Kritik geraten, nachdem er die Zahl der ermordeten Juden in der NS-Zeit in Zusammenhang mit der Zahl der Abtreibungen in den vergangenen Jahrzehnten gebracht haben soll. Brandt sagte nach dem Gespräch, dass aus jüdischer Sicht alle Fragen abschließend erledigt seien.

Mixa sagte, der Mord an über sechs Millionen Juden sei ein "grauenvolles und historisch singuläres Verbrechen", das weder geleugnet noch in irgendeiner Weise relativiert werden dürfe. Er fügte hinzu, dass sich die katholischen Christen der jüdischen Wurzeln ihres Glaubens bewusst seien.

Laut "Süddeutscher Zeitung" hatte der Rabbiner gedroht, nicht an dem gemeinsamen Gottesdienst im Rahmen der christlich-jüdischen "Woche der Brüderlichkeit" teilzunehmen, wenn eine Klarstellung Mixas ausbleibe.

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