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Demjanjuk-Akte beim Internationalen Suchdienst offenbar lange bekannt

"Bild"-Ente

Die Akte über den mutmaßlichen NS-Kriegsverbrecher John Demjanjuk beim Internationalen Suchdienst des Roten Kreuzes im hessischen Bad Arolsen ist seit langem bekannt. "Das ist kein neuer Fund. Die Akte wurde oft eingesehen", sagte Suchdienst-Sprecherin Kathrin Flor am Dienstag (21. April).

Aus der Akte gehe hervor, dass der gebürtige Ukrainer sich in einem Flüchtlingslager im bayerischen Bad Reichenhall im März 1948 als "displaced person" registrieren ließ. Damit galt er wie befreite KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter als von den Nationalsozialisten Verfolgter.

Der heute 89-jährige Demjanjuk soll im Zweiten Weltkrieg als Aufseher im NS-Vernichtungslager Sobibor im besetzten Polen an der Ermordung von mindestens 29.000 Juden beteiligt gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft München hat ihn deswegen angeklagt und fordert seine Auslieferung aus den USA. Ein Gericht in Ohio hat dies kürzlich verhindert, weil Demjanjuk nicht reisefähig sei.

In die Vereinigten Staaten war Demjanjuk im Januar 1952 ausgewandert, wie aus seiner Akte beim Internationalen Suchdienst hervorgeht. Die "Bild"-Zeitung vermeldete die Akte in ihrer Dienstagausgabe als vermeintliche Neuigkeit.

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