Roma und Afrikaner
EU-Studie sieht hohe Dunkelziffer bei Rassismus und Diskriminierung
Der Direktor der Agentur, Morten Kjaerum, betonte: "Die Erhebung zeigt, dass die überwältigende Mehrheit erlittene Diskriminierung oder rassistisch motivierten Straftaten nicht an eine zuständige Behörde meldet. Tausende Fälle von rassistisch motivierten Straftaten und Diskriminierung bleiben damit unsichtbar." Die Ergebnisse zeigten auch, dass unter Minderheiten und Zuwanderern Resignation herrsche und das Vertrauen in die Mechanismen des Opferschutzes häufig fehle.
Der Umfrage zufolge sind 55 Prozent der befragten Zuwanderer und Angehörigen von Minderheiten der Ansicht, dass in dem Land, in dem sie leben, Diskriminierung aufgrund der ethnischen Herkunft weit verbreitet ist. 37 Prozent gaben an, in den letzten 12 Monaten persönlich diskriminiert worden zu sein. Zwölf Prozent sagten, sie seien in den vergangenen zwölf Monaten selbst Opfer rassistischer Vorfälle gewesen, wobei 80 Prozent dieser Betroffenen den Vorfall nicht der Polizei gemeldet hätten.
Von den befragten Roma gab die Hälfte an, dass sie in den vergangenen zwölf Monaten diskriminiert worden seien. Schwarz- und Nordafrikaner berichteten ebenfalls über einen hohen Diskriminierungsgrad (41 Prozent beziehungsweise 36 Prozent).
Die Studie ist den Angaben zufolge die erste EU-weite Erhebung zu den Erfahrungen von Zuwanderern und ethnischen Minderheiten mit Diskriminierung und rassistisch motivierten Straftaten. Die FRA forderte die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten auf, die Situation zu verbessern, indem die Meldung und Erfassung von Diskriminierungsfällen und rassistisch motivierten Straftaten gefördert, die Antidiskriminierungsgesetze umfassend angewendet und Minderheiten besser über ihre Rechte informiert
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Am 22. Apr. 2009 unter:
politikStichworte:
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