Brandanschlag auf Offiziersschule

Bisher 4000 Personen zum Dresdner Kasernen-Anschlag befragt

Zweieinhalb Wochen nach dem Brandanschlag auf die Offiziersschule der Bundeswehr in Dresden gibt es noch keine Hinweise auf die Täter. Rund 4000 Menschen seien bisher befragt worden und 42 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, sagte die Sprecherin des Landeskriminalamts (LKA), Silvaine Reiche, am Donnerstag auf ddp-Anfrage. Die Mitglieder der Sonderermittlergruppe "Albertstadt" gehen den Angaben zufolge 175 Einzelspuren nach, die sich aus den Befragungen und den Funden am Tatort ergeben hätten.

Die Ermittler vermuten weiterhin "Linksextremisten" hinter dem Anschlag. Genauere Erkenntnisse erhoffen sie sich von der Herkunftsanalyse der als "Nobelkarossentod" bekannten Brandsätze. Die Ergebnisse könnten Reiche zufolge in der kommenden Woche vorliegen.

Auch das linguistische Gutachten des wenige Tage nach dem Anschlag eingegangenen Bekennerschreibens liege noch nicht vor. Hinweise auf die Verfasser, bei denen es sich den Ermittlern zufolge wohl um Trittbrettfahrer handelt, gebe es noch nicht.

Bei dem Anschlag auf die Offiziersschule waren in der Nacht zum Ostermontag zahlreiche Fahrzeuge sowie ein Hangar beschädigt worden. 42 Autos, Busse und Lkw wurden zerstört. Der Schaden beläuft sich auf rund drei Millionen Euro. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand.

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