Für bessere Arbeitsbedingungen

Mehr als 400 Demonstrationen der Gewerkschaften am 1. Mai

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) erwartet auf über 400 Demonstrationen am 1. Mai unter dem Motto "Arbeit für alle bei fairem Lohn" insgesamt rund eine halbe Million Menschen. Die Hauptkundgebung des DGB findet in Bremen statt. Dort spricht der DGB-Vorsitzende Michael Sommer, der unlängst vor sozialen Unruhen in Deutschland warnte. "Der 1. Mai 2009 steht ganz im Zeichen der Krise. Immer mehr Beschäftigte bangen um ihren Arbeitsplatz und kämpfen gegen drohenden sozialen Abstieg", so der DGB. "In dieser Situation sind die Ziele des DGB und seiner Einzelgewerkschaften klar: Wir wollen helfen, Beschäftigung zu sichern wo immer es geht, und stemmen uns gegen Trittbrettfahrer im Arbeitgeberlager und anderswo, die die Krise zu Lohndumping missbrauchen wollen."

Mit der Unterstützung ihrer Vorsitzenden bestreiten auch die Einzelgewerkschaften des DGB ihre Kundgebungen. IG Metall-Chef Berthold Huber wird in Saarbrücken erwartet. Ver.di-Chef Frank Bsirske will in Mannheim auftreten. Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) ist als Redner bei der Kundgebung der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) in Witten zu Gast.

Die Polizei bereitet sich in mehreren Städten auf Großeinsätze vor. In Berlin werden erneut heftige Proteste erwartet, denen die Polizei mit einem Großaufgebot aus rund 5000 Einsatzkräften entgegentreten will.

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