BUND kritisiert Ergebnis

Bonner Klimaschutzkonferenz bringt nur wenig Fortschritte

Der Leiter des UN-Klimasekretariats, Yvo de Boer, sieht noch zahlreiche Hindernisse bis zum Abschluss eines Nachfolge-Abkommens zum Kyoto-Klimaschutzprotokoll. Für einen Erfolg beim UN-Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen müssten noch eine Reihe von Bedingungen erfüllt werden, sagte de Boer am Mittwoch (8. April) zum Abschluss der Bonner UN-Klimaschutzkonferenz. Auf der zehntägigen Tagung haben sich die Industrieländer nicht auf gemeinsame Ziele für die Reduzierung der mutmaßlich klimaschädlichen Treibhausgase einigen können.

Auf diesem Feld stünden die Industrieländer und besonders die USA in der Pflicht, sagte de Boer und mahnte zur Eile. In einigen Bereichen hätten sich die Positionen der Delegierten zumindest angenähert.

2700 Experten aus 180 Ländern hatten in Bonn über die Voraussetzungen für ein Anschlussabkommen des im Jahr 2012 auslaufenden Klimaschutz-Protokolls von Kyoto verhandelt. Dieses Abkommen soll im Dezember in Kopenhagen abgeschlossen werden. Zur Vorbereitung des Treffens von Kopenhagen finden weitere Konferenzen statt, unter anderem vom 1. bis zum 12. Juni wieder in Bonn.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisierte, dass die Industriestaaten keine festen Zusagen über verbindliche CO2-Reduktionsziele gemacht hätten. Nun werde die Zeit knapp. Ein wirksames Klimaschutzabkommen stehe und falle mit ambitionierten CO2-Minderungszusagen seitens der Industriestaaten. Sie seien hauptverantwortlich für den Klimawandel und müssten ihre CO2-Emissionen drastisch und verbindlich reduzieren, erklärte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

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