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Berlin erinnert an Ende der Berlin-Blockade vor 60 Jahren

Bonbons über Tempelhof

Mit einem Festprogramm auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof hat Berlin am Dienstag (12. Mai) an das Ende der Blockade der Stadt vor 60 Jahren erinnert. Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) würdigten die Luftbrücke und das Engagement der Helfer. Die Botschafter der ehemaligen West-Alliierten und Veteranen legten Kränze für die 78 Opfer der Aktion nieder. Am Nachmittag begann auf dem Flughafengelände ein Tag der offenen Tür. Ein historischer Rosinenbomber warf Süßigkeiten ab. Bis zum Nachmittag kamen nach Angaben des Berliner Senats 160.000 Besucher zu dem Fest.

Von 1948 bis 1949 hatten die westlichen Siegermächte rund 2,2 Millionen Menschen im von der sowjetischen Besatzungsmacht abgeriegelten West-Berlin aus der Luft versorgt.

Jung: Bundeswehr soll in der Welt die Freiheit verteidigen

Jung sprach von einer "wahrhaft historischen Leistung". Aus Feinden seien Freunde geworden. Die Verteidigung der Freiheit sei eine zeitlose Verpflichtung, zu der auch die Bundeswehr heute einen Beitrag in der Welt leisten müsse.

Wowereit sagte, die "Helden der Luftbrücke" hätten die Westberliner vor dem Erfrieren und dem Hungertod bewahrt. Mit einer symbolischen Verneigung erinnerte Wowereit an die Opfer der Aktion und sagte: "Ihr Einsatz hat das Überleben Berlins gesichert und zugleich die Freiheit für diesen Teil der Stadt."

Während des Festaktes am Luftbrückendenkmal kreiste symbolisch ein Rosinenbomber über dem Platz der Luftbrücke. Orchester spielten die Nationalhymnen der USA, Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands. Bei der Festveranstaltung sprach auch der britische Luftbrückenveteran Air Marshal Sir John Curtiss. Er betonte, die Luftbrücke sei "der erste Weg im Kalten Krieg" gewesen. Er sei froh, dass die Opfer der Luftbrücke nicht vergessen würden. 77 Luftbrückenveteranen wurden zum Abschluss des Festaktes von Wowereit mit einer Medaille geehrt.

Am Nachmittag begann der Tag der offenen Tür. Der berühmte US-Luftwaffenveteran Gail Halvorsen drehte mit einem Rosinenbomber mehrere Runden über Tempelhof und warf wie vor 60 Jahren selbstgebastelte Mini-Fallschirme mit Süßigkeiten ab. Rund 250 Berliner Kinder strömten auf das Rollfeld, um die Fallschirme einzusammeln.

Zudem war ein Musik- und Bühnenprogramm auf dem Gelände organisiert worden. Zeitzeugen standen für Interviews bereit, und zahlreiche Ausstellungen informierten über die Geschichte des Flughafens Tempelhof und der Luftbrücke. In den kommenden Tagen werden die Luftbrückenveteranen zu weiteren Veranstaltungen in der Hauptstadt erwartet. So sind am Donnerstag (14. Mai) Treffen mit Berliner Schülern im Mauermuseum am Checkpoint Charlie sowie ein Zeitzeugengespräch im Alliierten-Museum geplant.

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