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Studenten demonstrieren in Marburg gegen Psychotherapie-Kongress

"Umpolungsseminare" für Homosexuelle

Zu einer Demonstration gegen den Psychotherapie-Kongress am Donnerstag (21. Mai) erwartet der Allgemeine Studierendenausschuss (AstA) der Universität Marburg etwa 600 Teilnehmer. Zu den Protesten würden auch studentische Gruppen aus Hannover, Mainz, Göttingen und Köln erwartet, sagte die AstA-Vorsitzende Anna Schreiber am Mittwoch. Ein Bündnis gegen Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus, zu dem der AstA gehört, hatte zu der Demonstration aufgerufen.

Die Kritik an dem Kongress der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge (APS) richtet sich gegen zwei Referenten, die laut Schreiber "Homosexualität als Krankheit" stigmatisieren und "Umpolungsseminare" für Homosexuelle anbieten. "Wir wehren uns dagegen, dass Gedankengut verbreitet wird, das nicht in unser Jahrhundert gehört", sagte die AstA-Vorsitzende.

Ein Vermittlungsversuch der Universität war zuvor gescheitert. Die Studenten hatten eine klare Stellungnahme der Hochschule gefordert. Nach einem Gespräch der Universität mit dem Veranstalter wurden zehn kostenfreie Teilnahmeplätze für Studenten bereitgestellt, um eine kritische Beobachtung des Kongresses zu ermöglichen. Der AstA lehnte diese jedoch ab. "Zehn Leute werden bei 1000 Kongressteilnehmern doch totgeredet", begründete Schreiber die Entscheidung.

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